
Palestrina, Italien
Eine offizielle Städtepartnerschaft mit der Stadt Palestrina bei Rom (Italien) unterhält die Stadt Füssen seit Juni 1972.
Wo sich heute die 18.000-Einwohner-Stadt Palestrina malerisch am westlichen Abhang des Monte Ginestro etwa 300 Höhenmeter hinaufzieht, stand einst, längst vor der Gründung Roms, das alte Preneste. Reste von gewaltigen cyclopischen Mauern, Inschriften und reiche Grabfunde zeugen von der politischen Bedeutung, den weiten Handelsbeziehungen und dem Reichtum der alten Stadt. Heute bestaunen wir als bedeutendstes Zeugnis vergangener Größe die Reste des Heiligtums der Fortuna Primigenia, der Muttergöttin.
Noch in vorchristlicher Zeit wurde Palestrina von den Römern erobert und größtenteils zerstört, nur der Tempel der Fortuna blieb bestehen. In der römischen Kaiserzeit war Palestrina ein Ferienort der Kaiser - noch heute stehen die Ruinen der Villen der Kaiser Augustus und Hadrian in der Ebene vor den Mauern der Stadt.
Ende des 4. Jahrhunderts entstand auf den Trümmern des verfallenden Heiligtums die mittelalterliche Stadt. Ironie des Schicksals: Durch die alliierten Bombenangriffe 1944, die den historischen Kern der Stadt weitgehend zerstörten, kamen die Reste des alten Tempels wieder ans Licht.
Im 16. Jahrhundert wurde in Palestrina der Komponist Giovanni Pierluigi, genannt „da Palestrina" geboren, der die polyphone Musik der Zeit zu höchster Vollendung führte. Er war u. a. Kapellmeister an den Hauptkirchen Roms. Heute wird seine Musik von dem hervorragenden Coro Polifonico di Palestrina gepflegt und weitergetragen.
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Numata, Japan
Eine Städtefreundschaft mit der Stadt Numata, Japan unterhält die Stadt Füssen seit September 1998.
Numata (48.000 Einwohner) an der Japanischen Romantischen Straße ist seit September 1995 Schwesterstadt Füssens. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück und hat sich zu einem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum in der Präfektur Gunma auf der japanischen Hauptinsel Honshu entwickelt. Numata liegt rund 160 km nördlich der japanischen Hauptstadt Tokyo und ist mit dem Zug und auf der Autobahn gut erreichbar. 2.000 Meter hohe Berge, Flüße und Wälder prägen das Landschaftsbild Numatas mit einem hohen Freizeitwert.


