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traditionell kulturell


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Mehr als nur Neuschwanstein:
Füssen im Allgäu

Die weltbekannten  Königsschlösser Neuschwanstein und  Hohenschwangau ziehen in jedem Jahr weit über eine Million begeisterter Besucher aus dem In- und Ausland in den Allgäuer Königswinkel. Die Region am Fuße der Alpen hat Kulturfans aber noch mehr zu bieten: nur vier aussichtsreiche Kilometer entfernt liegt die mehr als siebenhundertjährige Stadt Füssen am Ufer des Lechs, eingerahmt von einer idyllischen Seenlandschaft. Wer sich Füssen von Neuschwanstein aus über die berühmte  Romantische Straße (B 17) nähert, deren südlicher Endpunkt hier erreicht ist, dem zeigt sich die Stadt gleich nach der Lechbrücke von ihrer schönsten Seite. Wie von Künstlerhand gezeichnet, erheben sich das  Hohe Schloß, die barocke Klosteranlage St. Mang und die verwinkelten Dächer der Altstadt aus dem satten Grün der umgebenden Natur. Ein lebendiges Bilderbuch-Ambiente - dieser Eindruck bestätigt sich auch beim ersten Bummel durch den fast autofreien historischen Stadtkern. Unterschiedliche geschichtliche Epochen begegnen sich hier in einem romantischen Ensemble: mittelalterliches Gassengewirr, hohe gotische Häusergiebel, die Überreste der alten Stadtmauern, daneben reich dekorierte Kirchenbauten aus der Zeit des Barock und Rokoko wie etwa die Kirche des Heilig-Geist-Spitals mit ihrer farbenprächtig freskierten Rokokofassade.

Über der Stadt thront als Wahrzeichen das Hohe Schloss, einst der Sommersitz der Fürstbischöfe von Augsburg, Stadtherren für beinahe fünf Jahrhunderte. Ihre zu Beginn des 16. Jahrhunderts vollendete Residenz ist eine der größten und besterhaltenen spätgotischen Burganlagen Schwabens. Sie beherbergt in den früheren Wohnräumen der Bischöfe eine  Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Sehenswert sind aber auch die fünfhundert Jahre alten Illusionsmalereien an den Fassaden des Innenhofes, in diesem Umfang einzigartig in Deutschland.

Direkt unterhalb des Hohen Schlosses erhebt sich am Hochufer des Lechs die prachtvolle Barockanlage des einstigen Benediktinerklosters St. Mang. Seine Geschichte reicht bis in das 8. Jahrhundert zurück, als der heilige Magnus als Missionar und “Entwicklungshelfer” eine Mönchszelle an eben dieser Stelle gründete. Neben der barocken Basilika,  ist innerhalb der Klosteranlage vor allem das  Museum der Stadt Füssen einen Abstecher wert. Der Besucher wird in die Welt des bayerischen Barock mit seiner überschäumenden Lust an Dekoration und heiterer Farbigkeit geführt: Fürstensaal, Klosterbibliothek, Colloquium und Kapitelsaal – die reich ausgestatteten Säle lassen den früheren Wohlstand des Benediktinerstiftes erahnen.

Das einzigartige Ambiente der historischen Füssener Altstadt lädt aber nicht nur zu Entdeckungsreisen in die Vergangenheit ein, sondern auch zum gemütlichen Shoppingbummel. Die alten Handelsplätze am Kornhaus und am Brotmarkt sind auch heute noch geschäftige Treffpunkte. Die zahlreichen Straßencafés verleihen der Reichenstraße (Fußgängerzone), die der Trasse der römischen Via Claudia Augusta folgt, im Sommer ein fast italienisches Flair. Und selten liegen Kultur und Natur näher beieinander als in Füssen – eben noch in den belebten Gassen der Altstadt unterwegs, genügt schon der kurze Weg ins Faulenbacher Tal oder zum Forggensee, um völlige Ruhe zu finden.

Bayerische Landesausstellung 2010

Die Stadt Füssen steht im Jahr 2010 ganz im Zeichen Italiens. "Bayern und Italien" ist das Thema der Bayerischen Landesausstellung, die vom 21. Mai bis 10. Oktober im Kloster St. Mang in Füssen, im Augsburger Maximilianmuseum und im Textilmuseum in Augsburg stattfinden wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Bayerische Landesausstellung 2010 "Bayern - Italien"
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